ALLES, WAS AUF DER BÜHNE GESCHIEHT, MUSS ZU IRGEND ETWAS GUT SEIN

"Anton Tschechow"

 

DAS STÜCK

Das spanische Original "Marisol y la extrana familia" (Marisol und die seltsame Familie) ist ein Theaterstück von Miguel Mihura und stammt aus dem Jahr 1959.

Hans Weigel adaptierte die Komödie für die Wiener Kammerspiele und feierte unter dem Titel "Katzenzungen" mit Elfriede Ott in der Hauptrolle grandiose Erfolge. Bei der österreichischen Premiere 1966 galt zwar eine Prostituierte im Mittelpunkt einer Komödie noch als Skandal und Tabubruch, bis heute jedoch erfreut sich das Stück ungebrochener Beliebtheit und stellt einen Fixpunkt in der heimischen Theaterszene dar.

DER INHALT

Der schüchteren Vinzenz Süssenbach bfindet sich in festen Händen - und zwar in jenen seiner Mutter Leopoldine und seiner Tante Fini. Für ihn als gutsituierten Juniorchef einer Schokoladenfabrik, ist es jedoch allerhöchste Zeit, sich um eine geeignete Braut umzusehen. Während eines Besuchs bei der Tante in Wien, lernt er sie auch endlich kennen. In einer Bar begegnet er Angy, die jedoch "im ältesten Gewerbe der Welt" arbeitet. Diese ahnt nichts von der ihr zugedachten Rolle als Braut und wird von Vinzenz in die Familie eingeführt. Seine Mutter Leopoldine und seine Tante Fini sind sogleich entzückt von Angys bodenständigem Naturell und schmieden in Unkenntnis ihrer Tätigkeit fleißig Heiratspläne. Doch Angy ist die übertriebene Freundlichkeit, mit der sie aufgenommen wird, gar nicht geheuer. Sogar ihre "Arbeitskolleginnen" Betty, Conny und Dany vermuten Böses, zumal sich nach und nach allerlei spannende Familiengeheimnisse offenbaren. Sie beschließen, dem nachzuforschen.

ORT UND ZEIT DER HANDLUNG

1. Akt & 2. Akt - Salon in Tante Finis Wohnung in Wien-Josefstadt

3. Akt - Jagdstüberl in der Villa Süssenbach in Bad Schönkirchberg